Hitze, Herz und Golden Scores: Holten kämpft sich durch ein intensives Doppel-Wochenende – Bundesliga‑Team trotzt Ausfällen – Oberliga‑Halle wird zum Hexenkessel. Der Endstand gegen Leverkusen lautet 4:6, in der Oberliga fährt das JTH Oberhausen gegen ESV Olympia Köln einen 6:4-Sieg ein und muss sich gegen JC Velbert 4:6 geschlagen geben.
Hitze, Herz und Golden Scores: Holten kämpft sich durch ein intensives Doppel-Wochenende – Bundesliga‑Team trotzt Ausfällen – Oberliga‑Halle wird zum Hexenkessel. Der Endstand gegen Leverkusen lautet 4:6, in der Oberliga fährt das JTH Oberhausen gegen ESV Olympia Köln einen 6:4-Sieg ein und muss sich gegen JC Velbert 4:6 geschlagen geben.
Bundesliga‑Team trotzt Ausfällen – Oberliga‑Halle wird zum Hexenkessel
Ein intensives Judo-Wochenende liegt hinter dem Judo-Team Holten Oberhausen: Am Samstag stand der Auswärtskampf in der 2. Bundesliga in Leverkusen an, am Sonntag folgte der Oberliga Heimkampftag gegen den ESV Olympia Köln und den JC Velbert – zwei Teams, die in der Tabelle knapp vor Holten lagen. Trotz zahlreicher Ausfälle präsentierten sich die Holtener an beiden Tagen als geschlossene Einheit, die Lücken mutig füllte. Die Punkte zum 4:6 in Leverkusen und zum 6:4 gegen Köln sowie zum 4:6 gegen Velbert holten die Routiniers im Team, doch die Jugend steht bereit.
Bundesliga-Samstag in Leverkusen endet 4:6
Gleich sieben kurzfristige Ausfälle musste das Bundesliga‑Team kompensieren. Dennoch brachte Chefcoach Ralf Najdowski 13 Kämpfer über die Waage. Herausragend waren die Einsätze von Ward Appels ( -73kg), der extra aus Belgien anreiste und die Rückrunde gewann, Artemi Lihovoj (-90kg) mit einem starken Rückrundensieg, Cedric Siebert (-81kg), der die Leverkusener Hinrunde für sich entschied, sowie U18-Kämpfer Nico Enninghorst, der gegen Julian Hein seinen Bundesliga-Einstand gab, wenngleich noch chancenlos blieb.
Für einen kuriosen Moment sorgte Robin Sagstetter‑Ellerbrock, der bei einem Angriff von Leverkusens Jan Luca Schatten unsanft in einen Fernsehmonitor befördert wurde – der Monitor ging zu Bruch, ein Ersatzgerät war schneller da als ein Pflaster. Schatten revanchierte sich für seine Hinkampf‑Niederlage, doch Holten zeigte insgesamt starkes Judo. 4:6 aus Holtener Sicht lautete schließlich das Endergebnis.
Oberliga-Sonntag in Oberhausen: ein Hexenkessel
War es in Leverkusen schon heiß hergegangen, kochte einen Tag später die Günther‑Stolz‑Halle regelrecht über. Holten musste ohne regulären -90kg‑Kämpfer antreten, doch Routiniers und ein Yougster sprangen entschlossen in die Bresche: Leonard Wendelborn, Kostas Romas und Vaclav Zejdlik (alle -73kg). Vor allem Kostas Romas lieferte sich in der Hinrunde gegen Köln eine heiß umkämpfte Begegnung, die er erst im Golden Score verlor. Christian Beckmann (+90kg) heizte mit seinem offensiven Stil die Halle ebenfalls weiter an. Er punktete gegen Köln in Hin- und Rückrunde. Auch Cedric Siebert begeisterte. Er ging nach seinem Bundesliga‑Einsatz erneut dreimal auf die Matte. Nach gewonnener Hinrunde holte er auch in der Rückrunde im kräftezehrenden Golden Score nach 2‘07 Minuten seinen zweiten Punkt gegen ESV Olympia Köln. Zwei weitere Siege steuerte Fremdstarter Axel Limberg ( -73kg, Adler Bottrop) zum 6:4-Endstand gegen die Kölner bei.
4:6 gegen Velbert und Emotionen bis zum Schluss
Die Halle war bereits ein Hexenkessel, als dann U21-Nachwuchskämpfer Artem Lemeshko (+90kg) im zweiten Kampf gegen Velbert in der Hinrunde einen echten Coup landete: Frenetisch angefeuert von Team und Fans besiegte er seinen arrivierten Gegner mit Ippon. Anschließend gelang nur noch Limberg für Holten ein weiterer Sieg in der Hinrunde.
Mutige Youngsters
Doch der Funke sprang über: Youngster Vaclav Zejdlik ließ sich für die Rückrunde -90kg aufstellen und erhielt viel Fan-Liebe dafür, ebenso wie Fynn Luca Pütz, ein weiterer Novize aus der Holtener U18. Pütz ist erst kürzlich nach längerer Judo-Pause zum Judo-Team Holten zurückgekehrt. Trotz geringer Wettkampferfahrung stellte er sich viermal der Herausforderung auf der Matte, wurde von mal zu mal selbstbewusster und stand länger, auch wenn er, wie zuvor Zejdlik und Enninghorst, auf diesem Niveau noch chancenlos blieb.
Beckmann im Golden Score
Einen Sturm der Begeisterung löste schließlich noch einmal Christian Beckmann aus, als es in der Rückrunde gegen Velbert gegen Michel Schmitt ging, der in der Vergangenheit auch schon für Holten in der Bundesliga gekämpft hat. Die Entscheidung fiel erst nach 35 Sekunden im Golden Score: Ippon für Beckmann und Holten.
Am Ende steht ein 6:4-Sieg gegen Köln und eine 4:6-Niederlage gegen Velbert. Das Judo-Team Holten führt damit auf Platz fünf in der Oberliga das Mittelfeld an, das vier Mannschaften umfasst, die einen Kampftag weniger haben als die Spitze.
„Der Kader steht und die Mannschaft hält zusammen: Wir haben alle Ausfälle gemanagt und konnten an beiden Kampftagen einen breiten Kader stellen. Jeder Kämpfer hat sein Herz auf der Matte gelassen, das war in jeder Hinsicht starkes Judo, was die Jungs abgeliefert haben“, lobt Trainer Ralf Najdowski.
Nächster Doppelkampftag am 13. und 14. Juni
Weiter geht es für beide Holtener Mannschaften in 14 Tagen: Am Samstag, 13. Juni, erwartet das Bundesliga-Team zu Hause in der Günther-Stolz-Halle am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium den SSF Bonn. Kampfbeginn ist um 14.00 Uhr. Am Sonntag, 14. Juni, geht es für das Oberliga-Team nach Münster, wo es gegen den Gastgeber TG Münster und den TV Dellbrück antritt. Kampfbeginn ist hier 11.00 Uhr.

























