JT Holten dreht den Kampf – und wächst weiter zusammen

Ein emotionaler zweiter Kampftag in der zweiten Judo-Bundesliga liegt hinter dem Judo‑Team Holten Oberhausen. Zur Pause führte Holten zu Hause 4:3 gegen Koriouchi Gelsenkirchen, geriet anschließend 4:6 in Rückstand – und drehte den Kampf mit großem Herz und geschlossener Teamleistung zum 8:6‑Heimsieg.

Ein emotionaler zweiter Kampftag in der zweiten Judo-Bundesliga liegt hinter dem Judo‑Team Holten Oberhausen. Zur Pause führte Holten zu Hause 4:3 gegen Koriouchi Gelsenkirchen, geriet anschließend 4:6 in Rückstand – und drehte den Kampf mit großem Herz und geschlossener Teamleistung zum 8:6‑Heimsieg.

Den Auftakt setzte Sebastian Menz (–73 kg), der seinen Kampf souverän gewann. Die folgenden zwei Begegnungen -100kg und -81kg gingen dann unglücklich verloren – unglücklich deshalb, weil Cevin Börgel (-100kg) abgewürgt und damit in der Rückrunde nicht mehr eingesetzt werden durfte, und weil Holten ein wenig auf Sue Christian Lüdtkes (-81kg) Sieg gegen den Niederländer Lennart Most gebaut hatte, der aber ausblieb.

Wieder mal die Wongs – starkes Bruder-Duo gewinnt souverän

Es war an Janson Wong (-60kg), die Holtener zurück ins Spiel zu holen; auch Neuzugang Aleksandar Jurukovic (–90 kg) feierte einen starken Einstand mit Ippon. Marcel Lauer blieb gegen Markus van Dijk, der zum niederländischen A-Kader -90kg gehört, in Holten aber +100kg und -100kg kämpfte, ohne Chance, doch Jason Wong (-66kg) brachte mit einem weiteren souveränen Sieg Holten zur Pause 4:3 in Führung.

Viel Herz, viel Kampfgeist und starke Nerven

In der Rückrunde musste Holten umstellen, nicht zuletzt aufgrund des Abwürgens von Börgel, blieb aber als Mannschaft eng zusammen, auch wenn gleich die ersten drei Kämpfe der Rückrunde in Folge (-73kg, -81kg und -100kg) verloren gingen. Es war an Jason Wong (jetzt -60kg für seinen Bruder Janson), mit einem souveränen Sieg das Signal zur Aufholjagd zu setzen. Spätestens als Artemi Lihovoj (–90 kg) trotz Rippenverletzung seinen ersten Bundesliga‑Kampf vorzeitig gewann und zum 6:6 ausglich, kochte die Halle.

Starke Nerven bewies in dieser Situation Marcel Lauer. Nach lange Zeit ausgeglichenem Kampf gelang ihm im Bodenkampf schließlich mit Ende der regulären Kampfzeit der Sieg. Den krönenden Schlusspunkt setzte Tobias Vogt (–66 kg), der nach nur 41 Sekunden mit Ippon den 8:6‑Sieg perfekt machte.

„Da wächst was zusammen.“

„Wie die Mannschaft das gedreht hat, ist ein Statement“, lobte Holtens Cheftrainer Ralf Najdwoski und ist sich sicher. „Da wächst etwas zusammen.“ Gemeint sind nicht nur die externen Neuzugänge, sondern auch der eigene Nachwuchs aus U18 und U21, der bereits als erweiterter Teil der Mannschaft Bundesliga‑Atmosphäre schnuppert und sich, ebenso wie die Neuen, nahtlos ins Team einfügt.

Weiter geht es erneut zu Hause am 9. Mai – dieses Mal gegen PSV Duisburg

Najdwoski macht klar, dass Holten vom Papier her der Favorit ist: Die Art und Weise, wie wir heute gewonnen haben, hat mir sehr gut gefallen. Wenn wir den Spirit von heute mitnehmen können, ist gegen Duisburg ein weiterer Schritt nach vorne möglich.“ Mit Unterstützung der Fans soll das am 9. Mail vor heimischer Kulisse gelingen. Kampfbeginn ist um 14.00 Uhr an der Günther-Stolz-Halle am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Sterkrade.