Finals enden mit zwei Niederlagen: Holten zeigt zum Abschluss der Saison noch einmal Charakter, steht aber vor Beginn der neuen vor einer personellen Aufgabe
Mit einem letzten Doppelkampftag gingen für das Judo-Team Holten Oberhausen in Bundes- und Oberliga zwei kurze und intensive Saisons zu Ende. Schon an den vergangenen Kampftagen hatte sich abgezeichnet, was schließlich die Finals prägte: Holten konnte in beiden Begegnungen – Mönchengladbach in der Bundesliga, Brühl in der Oberliga – nur mit einer Rumpfmannschaft antreten; die Youngsters der U18 und U21 mussten die Lücken füllen, die sich auftaten. Das taten sie geschlossen und mit bewundernswertem Mut, allerdings waren die Fußstapfen noch groß und so verlor JTH I am Samstag auswärts 2:12 gegen Mönchengladbach, JTH II 3:7 gegen Oberligameister TV Brühl.
Mit einem letzten Doppelkampftag gingen für das Judo-Team Holten Oberhausen in Bundes- und Oberliga zwei kurze und intensive Saisons zu Ende. Schon an den vergangenen Kampftagen hatte sich abgezeichnet, was schließlich die Finals prägte: Holten konnte in beiden Begegnungen – Mönchengladbach in der Bundesliga, Brühl in der Oberliga – nur mit einer Rumpfmannschaft antreten; die Youngsters der U18 und U21 mussten die Lücken füllen, die sich auftaten. Das taten sie geschlossen und mit bewundernswertem Mut, allerdings waren die Fußstapfen noch groß und so verlor JTH I am Samstag auswärts 2:12 gegen Mönchengladbach, JTH II 3:7 gegen Oberligameister TV Brühl.
Mönchengladbach mit breiter Qualität
Lücken gab es im Bundesliga-Team eigentlich überall: -60kg, -66kg, -73kg, -100kg und +100kg. Die Gewichtsklasse -60kg mussten die Holtener unbesetzt lassen. Zudem traf Holten auf eine Reihe starker Einzelathleten aus Mönchengladbach. Mit Kirill Schramm (-81kg), der als U18‑Leistungsträger Bezirksmeister wurde und zuletzt Silber beim Rhein‑Ruhr‑Pokal holte, sowie dem niederländischen Nachwuchskämpfer Dylan Jansen (-90kg), der internationale Podestplätze unter anderem beim European Cup in Málaga und beim Matsumae Cup erreichte, standen zwei Athleten auf der Matte, die dem Team spürbare Tiefe verliehen. Dazu kam mit Sibghatullah Arab (-81kg) ein international erfahrener Kämpfer, der bereits den Westdeutschen Meistertitel gewann und regelmäßig bei European Opens, Grand Prix und Grand Slams startet.
Ergänzt wurde das Aufgebot durch Maxim Wegele (-60kg), dem aktuellen Westdeutschen Meister und Siebtplatzierten der Deutschen U21‑Meisterschaften, sowie Julian Meffert (-73kg), der sich über Bezirks‑ und Landesebene nach oben gearbeitet hat und bereits Bundesligaerfahrung sammeln konnte. Diese Breite und Qualität im Mönchengladbacher Kader zeigte deutlich, wie anspruchsvoll die Aufgabe für Holten an diesem Kampftag war.
Holten stellt sich internationaler Erfahrung
Auf Holtener Seite stellten sich Nico Enninghorst (-60kg, U18) gegen Maxim Wegele, Lennart Hagenguth (-73kg, U21) gegen Julian Meffert sowie Artemi Lihovoj (-90kg in der Hinrunde, +100kg in der Rückrunde) und Jonas Elhadj (-81kg in der Rückrunde) den Mönchengladbacher Athleten. Enninghorst und Hagenguth konnten in ihren Begegnungen nicht Fuß fassen, während Lihovoj und Elhadj für die beiden einzigen Holtener Punkte sorgten: Lihovoj gewann seinen Rückrundenkampf gegen Jonas Müller, Elhadj setzte sich ebenfalls in der Rückrunde gegen Kirill Schramm durch. Glück- und punktelos blieben ebenfalls Robin Sagstetter-Ellerbrock (-100kg), Sue Christian Lüdtke (-81kg, Hinrunde), Aleksandar Jurukovic (+100kg, Hinrunde) und Dirk Mühmer (-90kg, Rückrunde).
Routiniers holen die Punkte in der Oberliga
Einen Tag später, in der Oberliga, stellten die Trainer Cedric Siebert und Robin Sagstetter‑Ellerbrock die Mannschaft neu zusammen: Vaclav Zejdlic (-73kg, U21) kam in der Hinrunde für Hagenguth zum Einsatz, in der Rückrunde übernahm der erfahrene Kostas Romas. Zudem kämpften Fynn Luca Pütz (-66kg, U18) und Linus Gertzen (-81kg, U18, Rückrunde), und auch Siebert und Sagstetter‑Ellerbrock selbst gingen auf die Matte. Die Routiniers Romas, Siebert und Sagstetter‑Ellerbrock waren es schließlich, die je einen Punkt zum 3:7‑Endstand gegen den Tabellenführer und wahrscheinlichen Ligameister TV Brühl holten. Zwar stehen in Bundes‑ und Oberliga nach den Sommerferien bzw. am kommenden Wochenende noch weitere Begegnungen anderer Teams aus, doch an der Spitze dürfte sich kaum etwas ändern. Holten beendet seine Bundesliga‑Saison damit voraussichtlich auf Rang fünf, die Oberliga auf Rang sechs.
Holten vor großer Aufgabe
Gleichzeitig wartet auf Holten eine Aufgabe, die über diesen Kampftag hinausweist: Das Team wird sich in den kommenden Saisons in Bundes‑ und Oberliga der Frage stellen müssen, wie es die personelle Aufstellung stabiler gestalten kann. Die Belastung für die Routiniers ist hoch, die Youngsters springen mutig ein. Doch langfristig braucht es wieder eine breitere Basis, um beide Ligen konkurrenzfähig zu halten. Eine große Herausforderung, die Holten nun angehen muss.








